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Rhythmus lernen


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Durch über 100  Übungen werden Sie Schritt für Schritt mit den Grundprinzipien von  Rhythmen vertraut gemacht. Zunächst lernen Sie die Rhythmusbausteine  einzeln kennen. Durch Kombinationen dieser Bausteine lernen Sie  anschließend eine Menge interessanter Rhythmen. Schwerpunkt liegt  hierbei auf der Popularmusik und der (traditionellen) Musik  verschiedener Kulturen. Auf den beiden CDs, die dem Buch beiliegen, sind insgesamt zweieinhalb Stunden Rhythmusbeispiele zu hören - von Hand auf Originalinstrumenten eingespielt. Mit diesem Hörgenuss zu üben macht  nicht nur Spaß, sondern befördert gleichzeitig den Lernfortschritt. Eine Besonderheit: Bei komplexen Rhythmen sind durch ein Panorama  abwechslungsweise einzelne Instrumente im Vordergrund zu hören, wodurch der Rhythmus transparent erfassbar wird.
Voraussetzungen: Notenlesen  erwünscht, ansonsten keine (auch keine teuren Instrumente, zur Not  reicht die »Human Beat Box«, d.h. Hände und Füße usw.).

Achtung: Im Mai 2017 ist die 2., korrigierte Auflage erschienen mit neuem Cover. Hier kommen Sie direkt zu diesem Angebot.

Rhythmus lernen 2 17mm

82 Seiten A4, 24,80 Euro
inkl. 2 Hör-CDs
inkl. Versand in ganz Europa
ISBN 978-3-941109-04-9.

Dieses Buch kann hier bequem bestellt werden.

Über die Autorin

Ulrike Herzog, Percussionistin, Ethnologin und Musikwissenschaftlerin,  arbeitet als Musikerin in verschiedenen Projekten und spielt u.a. Latin  Jazz, Salsa, westafrikanische Musik, Flamenco, koreanische  Samulnori-Musik, türkisch-arabische Musik sowie zeitgenössische und  improvisierte Musik. Sie ist Spezialistin für afrocubanische Musik und  Batá-Trommelmusik der Santería. Als Ethnologin und  Musikwissenschaftlerin forscht sie seit vielen Jahren zu Musik  verschiedener Kulturen, deren Rhythmen sie spielen lernt. Zuletzt war  sie in der Türkei und in Haiti und brachte von dort neue Rhythmen mit.  Sie hat Lehraufträge an Musikhochschulen und Universitäten und  unterrichtet Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Percussion,  Musikimprovisation und Musiktheorie.

Haben Sie musikalische Fragen?

Wenn Sie musikalische Fragen haben, können Sie in einem Forum Fragen stellen. Um zu diesem Forum zu gelangen: Klicken Sie auf die Schrift in der roten Fläche unten. Formulieren Sie Ihre Frage unter “neuer Eintrag”. Hoffentlich finden Sie bald Antworten. Diese können Sie unter “Zeige Antworten auf diesen Eintrag” abrufen.

FORUM MUSIKALISCHE FRAGEN

Alle unten stehenden Fotos: Ulrike Herzog (hier Congas und Chicken Shaker)

Im Folgenden finden Sie Zusatzinformationen zum Buch, geordnet nach Seitenzahlen im Buch, zusammengestellt von Ulrike Herzog.
© Alle Copyrights der Fotos liegen bei Ulrike Herzog

Seite 6 – Pulsation 1

Die Idee für die Zeitpfeile ist übernommen aus Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Metrum_(Musik)

 

Seite 8 – Beat - Takt - Notenwerte

siehe Buch Seite 6

Seite 11 – Notation von Rhythmen 1

siehe auch: Paul Riggenbach: Noten lesen lernen, Band 1 der Reihe MUSIK LERNEN, OdradeC Verlag, Hamburg (4. Auflage 2012)

Hier ist das Buch erhältlich.

Hier ist der Onlinekurs zu finden.

Seite 12 – Notation von Rhythmen 2

Der Drumkey ist entnommen aus Wikipedia, und zwar hier.

Hier bekommst du viele Informationen zum Schlagzeug oder Drumset.

Anschlagsarten auf der Conga-Trommel

Congas werden traditionell mit den Händen gespielt. Jede Hand hat eine Hälfte des Fells zum Spielen zur Verfügung.

1. Positionen der Hände für offene Töne

Lege deine Hände zunächst flach nebeneinander auf das Trommelfell. Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger liegen dicht beieinander und bilden so zusammen eine gerade Fläche.

Ziehe die Hände langsam, flach und in gerader Linie über das Fell rückwärts in Richtung Fellrand (und Ellenbogen), bis die Fingerwurzeln auf dem Rand des Fells liegen. Die Finger zeigen zur Mitte des Fells. Entspanne deine Schultern und hebe die Handgelenke nun soweit an, bis sie etwa in Höhe des Trommelfells sind. Die Ellenbogengelenke sind leicht nach außen gedreht. Die Unterarme "liegen" nun fast waagerecht auf der Luft und es bildet sich eine (gedachte) Linie von jedem Ellenbogen bis zur Spitze des jeweiligen Mittelfingers.

Dies ist die Grundposition für den offenen Ton. Die Finger zeigen zur Mitte des Fells. Die Hände liegen jeweils im rechten Winkel zum Fellrand. Die Daumen spreize nun ein wenig seitwärts und ein wenig nach oben ab, damit sie beim Spielen nicht auf den Fellrand schlagen.

2. Positionen der Hände für Slaps

Schiebe nun die Hände wieder in gerader Linie ca. 2-4 cm (je nach Größe der Hände) in Richtung Mitte des Fells, bis du an der Daumenwurzel gerade noch den Fellrand ahnen kannst. Die Finger zeigen immer noch zur Mitte des Fells. Die Handgelenke befinden sich nun etwas unterhalb der Ebene des Trommelfells. Die Hände liegen jetzt nur noch mit den Handwurzeln und dem unteren Teil der Daumenballen am Rand auf und mit den flachen Enden (Fingerbeeren) von Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleinem Finger auf dem Fell nahe der Mitte des Fells. Es bildet sich ein sehr flacher Hohlraum unter den Händen.

3. Schlagtechnik für offene Töne und Slaps

Die Ausholbewegung für offenen Ton und Slap entspricht der Bewegung der Felge eines Fahrradrades beim Rückwärtsdrehen in der Luft (z.B. wenn das Fahrrad etwa bei einer Reparatur auf dem Kopf – also auf dem Sattel – steht). Dabei bleibt deine Hand in einer Linie mit dem Unterarm. Dein Ellenbogen entspricht in diesem Bild der Achse deines Fahrradrades. In dem Moment, in dem du die Bewegungsrichtung wechselst und deinen Arm mit der Hand wieder auf das Fell zubewegst, lockert sich das Handgelenk, so dass deine Hand Schwung bekommt. Führe diese Bewegung zunächst in Zeitlupe aus, um sicherzugehen, dass du mit der jeweiligen Hand genau auf derselben Stelle des Fells landest, von der aus du die Ausholbewegung begonnen hast.

Im zweiten Schritt kannst du dann Schwung holen und deine Hand schneller bewegen. Hole dabei nicht zu weit aus. Du wirst merken, dass das Fell deine Hand abprallen lässt wie ein Trampolin. Nutze diesen Schwung für deinen nächsten Schlag.

Beim Slap werden die Finger (ohne Daumen!) so auf das Fell geworfen, dass die flachen Enden der Finger auf dem Fell landen, während gleichzeitig der Daumenballen mit der Handwurzel auf dem Fellrand landet. Der Slapton ist gar nicht so einfach zu erzeugen. Das Wichtigste ist hierbei, dass die Finger genügend Schwung haben. Aber Vorsicht! Auch diese Bewegung erst in Zeitlupe üben und dann nach und nach mit mehr Schwung. Eine wache Lockerheit und Durchlässigkeit in den Gelenken (Schulter, Ellenbogen und Handgelenk) ist hier sehr nützlich.

4. Positionen der Hände für Bässe:

Lege die Hände wieder flach nebeneinander auf das Trommelfell. Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger liegen wieder dicht beieinander. Nun schiebst du die Daumen an die Zeigefinger heran. Achte darauf, dass deine Handteller möglichst flach auf dem Fell liegen. Dazu drückst du das erste Zeigefingergelenk ein wenig Richtung Fell.

5. Schlagtechnik für Bässe:

Hebe nun deine Hand senkrecht in die Luft, so dass deine Handfläche waagerecht über dem Fell schwebt. Schultern, Ellenbogen und Handgelenke sind relativ entspannt. Lasse nun den Handteller wieder nach unten auf das Fell sinken. Er soll genau da wieder aufkommen, wo du die Bewegung gestartet hast. Wenn du nur Bässe mit der rechten Hand spielst, kannst du sie so ziemlich in der rechten Mitte des Fells spielen. Sobald du mit beiden Händen abwechselnd Bässe spielen willst, landen deine Hände rechts und links von der gedachten Mittellinie, die das Trommelfell in zwei Hälften unterteilt.

Seite 13 – Rhythmusplaneten

Die Bezeichnungen »additive Rhythmen« und »divisive Rhythmen« sind in der afrikanischen Musikforschung besonders von dem ghanaischen Musikwissenschaftler Kwabena Nketia und dem deutschen Musikethnologen Alfons Dauer geprägt worden. Wer sich für Rhythmusforschung interessiert, dem möchte ich das Buch von Nketia empfehlen:

Nketia, Joseph H. Kwabena: Die Musik Afrikas, Heinrichshofen Verlag, Wilhelmshaven (1979). Internationales Institut für vergleichende Musikstudien.

Alfons Dauer hat u.a. interessante Artikel in dem Sammelband »Musik in Afrika« veröffentlicht:

Hrg. Simon, Artur: Musik in Afrika, Museum für Völkerkunde Berlin, Folge 40, Abteilung Musikethnologie IV (1983).

Seite 14 – Half-Time-Beat – Zeitebenen

Übung 3:

Die drei Zeitebenen sind eine Auswahl aus mehreren Möglichkeiten. Vor Zeitebene 1 könnten wir eine Zeitebene setzen, die das halbe Tempo von Zeitebene 1 hat. Dann hätten wir zunächst ganze Noten bzw. einen Schlag pro Takt. Nach Zeitebene 3 könnten wir eine weitere Zeitebene setzen, in der wir Sechszehntel-Noten schreiben müssten und das Spieltempo achtmal so schnell wie der Beat wäre.

In diesem Buch beschränke ich mich auf die drei vorgestellten Zeitebenen und die Schreibweise in Achtel-Noten, damit du das Prinzip verstehen kannst. Das Spieltempo kannst du jeweils deinem Können und deinen Bedürfnissen anpassen.

Seite 15 – Spannungsebenen 1

Übung 4:

In der zweiten Notenzeile ist mir ein Fehler unterlaufen, wie du bestimmt schon gemerkt hast. Ich habe nur die Hälfte der Off-Beats notiert. Es muss natürlich unter jedem »+« ein Akzent stehen.

Das Hörbeispiel Track 11 auf Hör-CD 1 ist richtig.

Seite 16 – Spannungsebenen 2

Übung 5: Clave

Übung 6: Agogo

Seite 20 – Rhythmusbausteine 2-5

Übung 13: Caxixi

Übung 13: Chicken Shaker

Als Beispiel findest du hier eine Caxixi-Lektion auf youtube, in der du sehen kannst, wie die Caxixis bewegt werden:

und hier eine Caxixi-Lektion der ersten Schritte:

Hier findest du eine Caxixi-Lektion, die schwieriger ist, aber dir einen Eindruck von der Vielseitigkeit dieses Instruments vermitteln kann:

Seite 30 – Kombinationen von Rhythmusbausteinen 2

Übung 35:

Youtube-Video über die Herstellung einer Djembe Doku, wobei du einen Einblick in das tägliche Leben bekommst:

In diesem Youtube-Video kannst du den Prozess der Herstellung einer Djembe verfolgen. Im Hintergrund kannst du verschiedene Djemberhythmen, Breaks (siehe Seite 38 im Buch) und Gesänge hören:

Seite 31 – Kombinationen von Rhythmusbausteinen 3

Übung 39:

Das Wort »Cascara« (gesprochen: Káskara) kommt aus dem Spanischen und bedeutet »(Eier)schale«. Dieses Wort bezeichnet gleichzeitig einen bestimmten Rhythmus, der in der Salsa-Musik auf dem cubanischen Instrument »Timbales« gespielt wird, und zwar nicht auf den Trommelfellen, sondern auf dem Metallkorpus, also sozusagen der »Schale« des Instrumentes. In Übung 39 habe ich den Cascara-Rhythmus auf die Congas übertragen und spiele ihn hier in Hand-to-Hand-Technik.

Übung 40:

Das Wort »Makuta« bezeichnet einen afrocubanischen Rhythmus, dessen Ursprung bei den Bantuvölkern in Zentralafrika liegt. Dieser Rhythmus besteht aus mehreren Einzelrhythmen, von denen du in dieser Übung einen kennengelernt hast. Der Rhythmus Makuta wird auch im Kontext afrocubanischer Religionen gespielt.

Im folgenden Youtube-Video kannst du das Instrument Timbales sehen.

Sheila E, die Tochter von Pete Escovedo, spielt hier Timbales (Solo) und in der zweiten Hälfte des Videos (ab ca. 2.44) auch Shekeré (zur Shekeré siehe im Buch Seite 64 – Rhythmen 3: Übung 114: afrocubanische Musik (Bembé)):

Seite 32 – Verschiedene Handsätze 1

Übung  42, Literaturhinweis:

Stone, George Lawrence: Stickcontrol for the snare drummer, 48 Seiten, Alfred Publishing GmbH (1998). Dieses Heft hat eine Einführung in Englisch, besteht aber ansonsten praktisch nur aus Noten. Es geht - wie der Titel schon sagt - um Stickkontrolle, also ein Training von allen möglichen Paradiddle-Kombinationen, die mit zwei Sticks (z.B.) auf einer Snare-Drum geübt werden können.

Seite 34 – Rhythmen 1: Popularmusik - verschiedene Handsätze III

Wenn du gut englisch verstehst, findest du hier eine gute Einführung in die Basics der Spieltechnik für Rockschlagzeug:

Auch in den folgenden youtube-Links findest du Drum Lessons (auf englisch) für Rockschlagzeug und andere musikalische Stilrichtungen:

Quarter note beats:

Eight note Beats:

Diese und viele weitere Lektionen für Drumset findest du über die Seite:

Klicke eine Lektion an, die dich interessiert, zum Beispiel:.

Screenshot freedrumlessons

Ich empfehle, das jeweilige Video über den youtube Button (unter dem Videofenster rechts) anzuschauen. Klickst du das Video direkt auf der freedrumlessons homepage an, bekommst du erst Werbung zu sehen, bevor die Drumlesson beginnt.

Klickst du auf das Pdf-Symbol für Notation, kannst du dir die Noten zu dem Video downloaden und ausdrucken. Du findest die Noten aber auch weiter unten auf derselben Seite zum Anschauen.

Übung 44:

Die folgenden youtube-Links stammen auch von obiger freedrumlessions-Seite.

Hier ein Beispiel für Punkbegleitung auf dem Drumset:

Hier ein Beispiel für Funkbegleitung auf dem Drumset:

Seite 35 – Rhythmen 2: westafrikanische Musik

Übung 46:

Auf Track 42/CD 1 kannst du zum ersten Mal auf der Hör-CD einen Rhythmus als Panorama hören. Das bedeutet, dass die Instrumente in der Reihenfolge ihrer Notierung allmählich lauter werden und dann wieder leiser, während das nächste Instrument in den akustischen Vordergrund tritt. Du kannst die Instrumente also nacheinander laut hören, während die jeweils anderen Instrumente nur im Hintergrund zu hören sind. Erst nachdem du alle Instrumente einmal deutlich gehört hast, werden alle wieder lauter und du kannst den Gesamtklang der Rhythmen hören.

Den Rhythmus LOLO habe ich leider nicht in guter Qualität auf youtube finden können.

Das folgende Youtube-Video vermittelt dir einen Eindruck von der Lebendigkeit von Rhythmen in Westafrika. "Das Leben ist Rhythmus". So denken Mansa Camio and Friends (auf französisch). Sie zeigen Arbeitsrhythmen und Tanz, spielen mit Trommelsprache und lassen aus Wörtern und Sätzen Rhythmen entstehen. Wir sehen Ausschnitte von der Herstellung einer Djembe und hören Rhythmen beim Waschen im Fluss. Schließlich wird auf Kanistern und Blechdosen getrommelt:

Zur weiteren Anregung folgen Links zu westafrikanischen Festen, auf denen Basstrommeln und Djembe gespielt werden. Achtung: die Rhythmen sind vom Planet 6! (siehe Buch ab Seite 44). In den folgenden beiden Videos kannst du einen kleinen Einblick darin bekommen, wie die Musik mit dem Tanz zusammenhängt. Ein Fest auf dem Dorfplatz von Baro, Guinea Konakry ist hier zu sehen und zu hören. Die Musik wird gespielt von den Meistertrommlern Famoudou Konate und Mansa Camio zusammen mit anderen Trommlern aus dem Ort. Sie spielen zunächst den Rhythmus Konowulen, dann Bada und die meiste Zeit dann den Rhythmus Konden.

Youtoube-Video Teil 1:

Youtube-Video Teil 2: Famoudou Konate und Mansa Camio spielen den Rhythmus Konden Teil 2:

Übung 47:

Du kannst relativ leicht alle drei Basstrommeln zusammen spielen, wenn du dir die Trommeln so aufstellst, dass die Dundun für Rechtshänder rechts steht, die Kénkeni in der Mitte und die Sangban links. Linkshänder tauschen die Positionen von Dundun und Sangban aus. Leider hast du nun keine Hand mehr frei, um eine Glocke dazu zu spielen.

Seite 36 – Rhythmen 3: afrocubanische Musik

Übung 48:

Die Instrumente, die in der Conga Comparsa gespielt werden, sind eine Mischung aus europäischen Militärmarschmusikinstrumenten und afrocubanischen Instrumenten.

Europäische Instrumente sind die Rebajadora, die nichts anderes als eine schmale Snare-Drum ist und der Bombo, der eine schmale Bass-Drum ist.

Afrocubaische Instrumente sind die verschiedenen Congas und Glocken.

Die Idee für die Panorama-Aufnahme habe ich übrigens von dem berühmten cubanischen Percussionisten und Sänger Pello El Afrocan (dem Erfinder des afrocubanischen Rhythmus Mozambique). Von ihm habe ich eine Schallplatte mit dem Titel "Congas por Barrios". In einem Track stellt er die Instrumente der Conga Comparsa vor, indem er mit dem Mikrofon von einem Instrument zum anderen geht und ihre Namen sagt und ihre Rhythmen singt. Dadurch kann man jedes Instrument einmal richtig gut hören ;-)

Aufnahmen von Pello El Afrocan auf youtube:

Ein historisches Filmdokument mit dem Stück "La jardinera":

und weitere historische Aufnahmen von seiner Schallplatte "Congas por barrios" mit Fotos:

Hier kannst du Kinder in La Habana/Cuba Conga Comparsa spielen hören und zwar auf Blechdosen:

Comparsa Umzug der "Guaracheros de Regla", einer Gruppe von Karnevalsmusikern aus dem Stadtteil Regla aus La Habana/Cuba:

Und hier eine Conga Comparsa Musik der Gruppe Yorubandabo (La Habana) mit einer Mischung aus Bühnenshow und -tanz, mit Straßen- und Partyszenen aus La Habana und natürlich Trommeln und Gesang:

Congas

Die Glocken waren ursprünglich keine Kuhglocken – wie wir sie vielleicht aus den Alpen kennen – sondern waren zu Zeiten der Sklaverei auf Cuba weggeworfene Pflugstücke oder unbrauchbar gewordene Eisenplatten von Hacken für die Feldarbeit. Diese Metallstücke sind noch heute in afrocubanischer Musik in Gebrauch und sehen so aus:

Guataca

Jetzt werden aber meist sogenannte Campanas (gesprochen: Kampána) gespielt.

Übung 71: Bembé-Glocke (Campana)

Seite 37 – Rhythmen 4: afrobrasilianische Musik

Übung 49:

Agogo

Ganza

Tamborim

Im nächsten Youtube-Video kannst du sehr gut die Surdos sehen. Denn die Gruppe Olodum spielt fast nur mit Surdos. Sie spielen Samba Reggae in San Salvador da Bahia/Brasilien:

Und die Gruppe "Bloque Siete Octavos" aus Argentinien spielt auch Samba Reggae:

Im nächsten Youtube-Video spielen Baterias de escolas de samba (Gruppen aus verschiedenen Sambaschulen) in Brasilien Sambabatucadas mit Breaks (siehe Buch Seite 38) und Soli (siehe Buch Seite 40) einzelner Instrumente oder Instrumentengruppen und Tanz und zwar ganz schön schnell:

Seite 38 – Breaks und Cues 1

Percussionsmusik lebt davon, dass der Fluss der Rhythmen durch Breaks und Cues unterbrochen und aufgelockert wird. Deshalb findest du in den meisten Musik-Videos auch verschiedene Breaks und Cues. Du kannst sie daran erkennen, dass der jeweilige Rhythmus kurz oder lang unterbrochen wird und an seiner Stelle etwas anderes gespielt wird. Manchmal wird der Rhythmus komplett gestoppt, damit man das Solospiel eines einzelnen Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gut hören kann.

Übung 50 und 51:

Weitere Beispiele für Afro-Breaks und Cues kannst du z.B. in den Youtube-Videos von Seite 35 hören. Konzentriere dich diesmal auf diesen Aspekt der Musik.

 

Seite 39 – Breaks und Cues 2 – Fills

Übung 52:

Weitere Beispiele für Samba-Breaks siehe Youtube-Videos von Seite 37 und hier:

Eine Batucada de Samba-Reggae (Samba-Reggae-Band) aus Zaragoza:

Übung 53:

Weitere Beispiele für Comparsa-Breaks findest du in den Youtube-Videos auf Seite 36

Übung 54:

Im nächsten Youtube-Video findest du ein etwas kompliziertes, aber super interessantes und sehr gut erklärtes Beispiel für das Entwickeln von Drumfills (diesmal auf Deutsch):

Seite 40 – Synkopen 1

Beispiele für Solospiel auf der Djembe:

Zwei Jungs spielen den westafrikanischen Rhythmus Balakulanja, der eine spielt die Begleitung auf der Basstrommel, Ibro Diabate spielt Solo.

Beispiel für Solospiel im Latin Jazz:

Solist ist Miguel Angá Diaz, genialer Congaspieler der cubanischen Latin Jazzband Irakere, der leider verstorben ist. Er spielt sein Solo auf fünf Congas:

Beispiel für Solospiel auf Bongo und Timbales ebenfalls Latin Jazz:

Solist ist der cubanische Percussionist Betún in einem Konzert in Bukarest 2006. Er beginnt sein Solo auf dem Planet 4 und wechselt dann zum Planet 6. Vielleicht kannst du die 6/8 Glocke erkennen (siehe Seite 47, 51 und 64). Ab Minute ca. 6.00 spielt er kleine Breaks im Wechsel mit dem Publikum. Ab Minute ca. 7.40 steigen der Congaspieler "El Panga" und das Orchester wieder ein:

Seite 47 – Spannungsebenen 2

Übung 70: Gidamba-Glocke

Übung 71: Bembé-Glocke (Campana)

Seite 60 – Kombinationen von Rhythmusbausteinen

Übung 103:

Der afrocubanische Rhythmus ”Cha-cha-lokafung« gehört zu den Rhythmen der afrocubanischen Religion Santería, auf deren religiösen Festen Trommeln gespielt werden.

Übung 105:

Das Wort »Bembé«  bezeichnet auf Cuba eigentlich ein profanes (also weltliches) Fest für (afrikanische) Götter. Auf diesem Fest wird auf der Conga unter anderem auch der Rhythmus Bembé gespielt, begleitet von mindestens einem Shekeré.

Seite 62 – Rhythmen 1: westafrikanische Musik

Übung 110:

In dieser Übung kannst du die Stimme der Dundun mit der Stimme der Sangban zusammen spielen. Dafür kannst du auch drei Basstrommeln benutzen, indem du den abgepressten Ton der Sangban-Stimme auf der Kénkeni spielst.

Gidamba mit Breaks und Soli gespielt von Mama Foli / Famadou Konate nur zum hören:

Gidamba gespielt von The Chicago Djembe Project mit Famadou Konate als Solisten auf der Djembe. Leider ist die Videoqualität schlecht, der Sound aber gut und Famadous Solospiel ist gut zu hören und zu sehen:

Seite 63 – Rhythmen 2: afroamerikanische Musik (Jazz)

Es gibt so viel Literatur und Musik im Bereich Jazz, dass ich an dieser Stelle nur einen einzigen Literaturhinweis geben möchte:

Joachim Ernst Behrend: Das Jazzbuch (neu überarbeitet mit Günther Huesmann, S. FischerVerlag (1992)

Dieses Buch könnte für diejenigen unter euch interessant sein, die sich einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Jazz im 20. Jahrhundert verschaffen möchten.

Seite 64 – Rhythmen 3: afrocubanische Musik

Übung 114: Shekere

Der Rhythmus Bembé ist eigentlich bekannt geworden durch Mongo Santamaria, einen afrocubanischen Trommler, der in der 1950er Jahren von La Habana nach New York ausgewandert ist und dort unter anderem mit Jazzgrößen wie Dizzy Gillespie zusammen gespielt hat. Mongo hat auch eigene Jazz- und Latinmusikstücke komponiert. Eines seiner Stücke heißt »Afro Blue«.

Mongo Santamaria mit "Afro blue" 1984:

Seite 65 – Breaks und Cues

Übung 115:

Breaks für den Rhythmus Gidamba

Diesen Break lernten wir in Hamburg durch den Trommler Gabriel Daly (Elfenbeinküste) kennen. Auf der Suche nach den Ursprüngen des Breaks erfuhr ich folgende Geschichte: der erste Teil dieses langen Breaks stammt von Famadou Konaté, einem berühmten Trommler aus Guinea. Dieser Teil des Breaks ist auf der CD »Rhythmen und Lieder aus Guinea« auf Track 5 »Bagaginé« (Name eines Liedes) als Solophrase zu hören, die Famadou über das Lied spielt. Die CD wurde von Famadou Konaté und Thomas Ott herausgegeben und hat ein Begleitheft.

Ein weiterer Teil dieses langen Breaks (oder vielleicht sogar der ganze?) ist auf einer CD von Mamadi Keita (Elfenbeinküste) zu hören. Die CD heißt »Afö« und wurde im April 1998 aufgenommen. Nun ist Guinea von der Elfenbeinküste recht weit entfernt. Dieses Beispiel zeigt, wie sich in Westafrika musikalische Ideen, Breaks und Rhythmen ausbreiten und weiter entwickeln.

Der Break wurde von dem Hamburger Trommler Jürgen Werner nach dem Gehör transkribiert (das bedeutet: in Noten übertragen). Jürgen Werner war es auch, der die Informationen über die Herkunft dieses Breaks herausfand und mir freundlicherweise weiter gegeben hat. Seine Website: www.djembefeeling.de

Zu verschiedenen Breaks und Cues auf dem Planet 6 höre und siehe auch die Youtube-Videos von Seite 35 und Seite 62.

Seite 66 – Synkopen 1

Beispiele für Solospiel im 6/8

Mamady Keita Spectacle , Planet 6 Doundounba (?)

In dem folgenden Video sind auch andere afrikanische Instrumente wie das Holz-Ballaphon (das der Vater unserer Xylophone und Marimbaphone ist) und das Saiteninstrument Kora. Du kannst verschiedene Breaks hören und das Solospiel der Trommler verfolgen:

Mamady Keita Jazzfestival Pommiers mit Ballaphon und Kora …

Seite 71 – Einführung 1

additive Rhythmen siehe Literaturhinweis Seite 13 und gerne hier nochmal: Nketia, Joseph H. Kwabena: Die Musik Afrikas. Wilhelmshaven, Heinrichshofen Verlag (1979). Internationales Institut für vergleichende Musikstudien.

Seite 72 – Einführung 2

türkische Darbuka

Lektion für Darbuka Technik am Beispiel des Belledi-Rhythmus (Planet 4).

Die gezeigten Buchstaben bezeichnen:

D = Düm

T = tek

tk = teke

Darbuka Lektion von David Kukhermann:

Und hier ein schnelles Darbuka-Solo im Rhythmus Düyek (Planet 4) von Kayed Selawy:

und noch eins (Planet 4):

http://www.youtube.com/watch?v=XvkYNO5BAME&feature=related

und noch eins (Planet 4):

Seite 73 – Kombinationen von Rhythmusbausteinen

Übung  127 und 128:

Bisher habe ich leider keine Musikbeispiele für Siebener- und Neuner-Rhythmen finden können, in denen du diese spannenden Rhythmen hättest deutlich hören können. Es gibt auf Youtube zahlreiche Mitschnitte von Konzerten aus dem türkischen TV. In diesen Konzerten steht der Gesang meist so sehr im Vordergrund, dass die Percussion nicht gut zu hören ist. Ich werde weiter suchen …

Seite 74 – Rhythmen 1: arabisch-türkische Musik

Auch für Aksak und Curcuna habe ich bisher leider keine Musikbeispiele finden können, in denen diese Rhythmen deutlich zu erkennen wären. Ich werde weiter suchen …

Wer sich aber für traditionelle und zeitgenössische türkische Musik interessiert oder mehr über türkischen Rap und türkische Popmusik erfahren will, dem möchte ich den Dokumentarfilm von Fatih Akin: "Crossing the bridge - the sound of Istanbul" von 2005 empfehlen. Hier der Trailer:

Seite 75 – Rhythmen 2: spanische Flamenco-Musik

Zum Thema Flamenco gibt es einige Spielfilme.

Meine Lieblingsfilme sind:

Der Spielfilm »Carmen« von Carlos Saura, gedreht 1983.

Der Spielfilm »Vengo« von Toni Gatlif, in der Fassung von 2000 (spanisch mit englischen Untertiteln).

Buleria gespielt von Reinhold Bauer auf dem Cajón:

Und hier Bulerias gespielt auf Gitarren und gesungen begleitet von Palmas (Klatschrhythmen):

Seite 76 – Rhythmen 3: koreanische Samulnori-Musik

Übung 133:

Yug-Chae

Janggo

Im folgenden Video spielt eine Gruppe junger Koreaner Samulnori Musik, hier das Stück Utdari. Etwa ab Minute 3.50 ist der Part Yug-Chae zu hören, der dann immer schneller wird. Im Video ist immer wieder ein Tänzer zu sehen, der einen Sang Mo Hut auf dem Kopf hat, an dem ein langes Papierband befestigt ist, das er beim Tanzen kunstvoll um sich schwingt. Die jungen Leute sind Studenten der Universität von Berkeley in Californien. Sie spielen schon recht gut:

Zum Vergleich dasselbe Stück gespielt von den Begründern der Samulnori Musik:

Kim, Yon Bae (净 㨐 䏐) (leider nur mit Fotos)

Im folgenden Video vom National Gugak Center Seoul/Südkorea sehen wir Samulnori Spieler, die im Hintergrund stehen und spielen, während im Vordergrund Tänzerinnen auf umgehängten Fasstrommeln (Buks) spielen. Zu hören, aber nicht zu sehen ist ein Schalmei ähnliches schrilles Blasinstrument (Taepyeongseo):


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